Geschichten


Heimatmuseum am Salzmarkt:
Salzmarkt 5
15749 Mittenwalde
Telefon: 033764 / 22270
Telefax: 033764 / 783173
www.salzmarkt5.de


Paul Gerhardt ist Ehrenbürger der Stadt Mittenwalde

Paul Gerhardt (geboren am 12.03.1607) gilt als einer der größten und bekanntesten evangelischer Kirchenlieddichter. Er schrieb rund 140 deutsche Lieder und Gedichte. Im Jahr 1651 wurde Paul Gerhardt Probst (1. Pfarrer) und Inspektor (Superintendent) der St.-Moritz Kirche in Mittenwalde. Er kam in eine durch den Dreißigjährigen Krieg zerstörte Stadt – dies hinderte ihn jedoch nicht daran, seine bedeutendsten Werke in Mittenwalde zu schreiben. 

Wer sich ausführlich über das Leben und Wirken Paul-Gerhardts informieren möchte, dem empfehlen wir einen Besuch in unserem Heimatmuseum am Salzmarkt Mittenwalde.


Evang. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Mittenwalde
Pfarrer Christoph Kurz
Yorckstr. 25
15749 Mittenwalde
Telefon: 033764 / 20331
E-Mail: kirchengemeinde-mittenwalde‎@‎t-online.de


Glockenläuten der St.-Moritz-Kirche

Einer Sage nach war Mittenwalde damals von sumpfigen Wiesen und dichtem Buschwerk umgeben und darin verirrte sich eine hilflose Prinzessin. Ihre Gefolgsleute konnten sie nicht finden und die Prinzessin war sich sicher im Morast umzukommen. Den ganzen Tag bemühte sie sich aus dem gefährlichen Gelände zukommen. Abends dann hörte sie auf einmal das Läuten von Glocken. Sie nutzte ihre Chance und folgte den lauten Klängen bis sie in die Stadt Mittenwalde kam. Dort wurde die Prinzessin von gastfreundlichen Leuten aufgenommen, wo sie auf ihr Gefolge warten konnte. Gerettet hat sie die Messeglocke der Mittenwalder Kirche. Aus ihrer Freude heraus bestimmte sie, dass nun jeden Abend in der Stadt die Glocken erklingen sollen. Auch verirrte oder verspätete Wanderer sollten dadurch von Unglücksfällen bewahrt werden. Noch heute läutet um 10 Uhr abends eine Glocke vom Turm der St.-Moritz-Kirche.


Heimatverein Töpchin
Waldecker Straße 37
15749 Mittenwalde / Töpchin
Telefon: 033769 / 40212
E-Mail: post@heimatverein-toepchin.de 
Homepage: www.heimatverein-toepchin.de 


Die Sage zur Entstehung der Seen

Einer Sage nach prägte ein Teufel das Landschaftsbild in der Mark Brandenburg...

Mit seinem Pflug und seinem alten Ochsen pflügte der Teufel das Land. Dabei entstand auch der Krumme See in Schenkendorf-Krummensee

Der Teufel schändete seinen alten Ochsen zu Tode und spannte daraufhin seine eigene Großmutter vor den Pflug. Wenn die alte Dame zu langsam lief schlug er auf sie ein. Die erzürnte Oma rannte mit dem Pflug kreuz und quer durch den Wald, wobei sie Furchen in den Boden pflügte – heute bekannt als Spree. Der Teufel hatte Schwierigkeiten, die alte Dame zum Stehen zu bringen, was ihm erst kurz nach Teupitz gelang. Er wünschte sich eine Verschnaufpause, doch diese wollte ihm seine Großmutter nicht gewähren, sie zog eine weitere tiefe Furche vorbei an Töpchin und Motzen. Hier nun entstand ein langer See mit großem Fischreichtum.

Am Motzener See traf sich der Teufel mit einem Fischer. Die zwei tranken viel, stritten sich und schließlich kam es zu einer Prügelei bis in die frühen Morgenstunden. Wutentbrannt rannte der Teufel zurück in seine Hölle und hegte Rachegedanken. Er kratzte in Töpchin den Ton aus der Erde und warf ihn mit voller Wucht in den langen See. Diese Stellen sind bis heute noch gut zu erkennen, denn es sind der Borstelsteg und die heutige Straßenüberführung an der Motzener Mühle. Damit wollte der Teufel das Wasser anstauen und den Motzener See austrocknen und so dem Fischer eine große Not bescheren. Die großen Löcher rings um Töpchin kann ein jeder noch heute bewundern, denn es sind die gleichen Gruben, aus denen die Ziegler ihren Ton für die Herstellung der Ziegelsteine gefördert haben. Des Teufels Oma war darüber sehr erzürnt, doch rückgängig konnte sie das Werk ihres Enkels nicht mehr machen. Sie gab ihr Bestes und kratzte vorsichtig in der Erde, um den Ton durchlässig zu machen. Dabei bildeten sich nach und nach kleine Bäche und wir können uns heute über drei wunderschöne Seen erfreuen: den "Oberen Töpchiner See", den "Unteren Töpchiner See" und den "Motzener See". (Erzählt vom damaligen Ortschronisten Siegfried Hannig, Töpchin) Mehr zur Schönheit dieses Naturschutzgebietes erfahren Sie hier.


Heimatverein Motzen e.V.

Am Heukenberg 1b

15749 Mittenwalde

Telefon: 033769 / 20900

E-Mail:

juergen.bonnes1@freenet.de


Industrieentwicklung

Die erste Industrialisierung um den Motzener See erfolgte durch die Ziegelindustrie beginnend um ca. 1850 bis zu Beginn des ersten Weltkrieges. Entscheidend für die Ansiedlung der Ziegeleien war der bestehenden Transportweg auf dem Motzener See und die 1863 fertiggestellte Anbindung an Berlin durch den Galluner Kanal. Im Zuge der ersten Industrialisierung durch die Ziegelproduktion stieg die Bevölkerungsanzahl beispielsweise in Motzen von 267 Einwohnern im Jahr 1858 auf 720 Einwohner im Jahre 1895. Von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Orte Motzen und Töpchin war die Fertigstellung der Eisenbahnstrecke von Mittenwalde bis nach Töpchin im Jahr 1894. Damit bestand eine regelmäßige Anbindung nach Königs Wusterhausen. So ist u.a. bekannt, dass im Jahr 1899 täglich ca. 30 Waggonladungen mit Ziegeln per Bahn nach Königs Wusterhausen und dann weiter nach Berlin transportiert wurden. Auf dem Rücktransport wurden die Waggons mit Müll beladen, der in der Umgebung von Motzen deponiert wurde und eine weitere Einnahmequelle für die Ziegeleibesitzer darstellte.

Im Jahr 1903 wurde die Eisenbahnlinie der Kleinbahn von Neukölln nach Mittenwalde-Nord fertiggestellt. 1936 wurden die Bahnhöfe Mittenwalde-Nord und Mittenwalde-Ost verbunden, so dass der Fußmarsch der Fahrgäste durch die Stadt entfiel. Die bestehende Infrastruktur, besonders die Bahnanbindung, bewog den Industriellen Hermann Bucholz 1931, seinen Betrieb von Berlin nach Motzen zu verlagern. Damit wurde Motzen ein bekannter Standort für die Produktion von Kunststoffteilen. Heute baut die Motzener Kunststoff- und Gummiverarbeitungs GmbH auf diese Tradition auf, sie ist der größte Arbeitsgeber im Ort. (Erzählt von Jürgen Bonnes, Vorsitzener Heimatverein Motzen e.V.)


Heimatstube Ragow
Küstergasse 1 
15749 Mittenwalde / Ragow
E-Mail: Heimatverein-Ragow@web.de 


Das bunte Kalb von Ragow

Ein Bauer und ein Gastwirt waren mit ihrem Gemüse auf dem Weg nach Berlin. Als beide an den Rötepfuhl, kurz vor dem Ort Selchow ankamen, blieben plötzlich ihre Pferde stehen, denn quer über den Gleisen lag ein buntes Kalb.
Zunächst glaubte der Bauer ein Schlächter hätte das Kalb verloren. Daraufhin stieg der Bauer ab, um das Kalb in seinen Wagen zu holen. Da fing das Kalb an zu sprechen. Es rief: „Umkehren muss du, auch wenn du der Schulze von Ragow wärst“. Entsetzt sprang der Bauer zurück auf seinen Wagen. Der Bauer und der Gastwirt wendeten schnell und fuhren zügig zurück. Beide sahen noch einmal zurück und beobachteten wie das bunte Kalb sich erhob und Richtung Selchower Mühle flog. 

Es hatte die Gestalt eines Drachen angenommen.


Heimatstube Ragow 
Küstergasse 1 
15749 Mittenwalde / Ragow
E-Mail: Heimatverein-Ragow@web.de 


Der große Hund bei Ragow

Eines Abends ging der Mittenwalder Leineweber Herr Hintze nach Ragow, um seine Frau abzuholen. Diese half dort Bekannten beim Reinigen von Flachs (Naturfaser des Leins). Kurz vor Ragow lief auf einmal ein großer Hund neben ihm her. Doch plötzlich war der Hund spurlos verschwunden. Herr Hintze glaubte zu wissen, wem dieser Hund gehörte. Als er aber den Bauern von seiner Begegnung erzählte, sahen sich alle mit großen Augen an. Denn dieser Hund ist schon so manchen im Dorf erschienen. Man erzählt sich, dass sich vor dem Dorfe ein Mann erschossen hätte und seit dieser Zeit spukt dort der große Hund herum.


Heimatstube Ragow 
Küstergasse 1 
15749 Mittenwalde / Ragow
E-Mail: Heimatverein-Ragow@web.de 


Friedrich Wilhelm I. und die Ragower Bauern

Der sogenannte Soldatenkönig, der auch das Wusterhausener Schloss errichten ließ, war bei Ragow oft auf die Jagd gegangen. Eine Jagstelle heißt heute noch Schweinewrüten und eine andere Wolfswinkel. Dort hat der König erhöhte, schnurgerade Steige aber auch Quersteige anlegen lassen. Wenn ihm die Gicht plagte, konnte er dadurch direkt von seinem Wagen heraus Rebhühner und Fasane schießen. Jedoch war der König darauf bedacht, dass die Wildhühner beim Brüten ungestört blieben. Er bat die Bauern darum, die Nester fein säuberlich auszumähen. Dafür durften sie an zwei Tagen unentgeltlich Raff- und Leseholz aus der königlichen Forst holen.


Sage aus Brusendorf

Einer Sage nach sind 1860 drei Brusendorfer Gehöfte in Brand geraten. Aus Verzweiflung soll man einen Mann aus Groß Kienitz gerufen haben, der das Feuer besprechen konnte. Nach der Prozedur rannte der Mann schnell zurück nach Groß Kienitz, denn das Feuer verfolgte ihn. Zum Glück erreichte er rechtzeitig seine Gemarkung. Hätte das Feuer ihn noch vor der Grenze erreicht, wäre auch in Groß Kienitz in Brand geraten.  


Der Höllenpfuhl von Boddinsfelde

Einer Sage nach lebte in Boddinsfelde ein ungehorsames Mädchen, welches von ihrer Mutter aus Wut und Verzweiflung in einen Tümpel gestoßen und wie vom Erdboden verschluckt wurde. Diese Stelle ist vielen bekannt als der Höllenpfuhl in Boddinsfelde.

Touristinformation der Stadt Mittenwalde

Haus des Gastes Motzen
Karl-Marx-Straße 1
15749 Mittenwalde / Motzen
Telefon: 033769 / 20621

E-Mail: tourismus@mittenwalde.de

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