Geschichten


Heimatmuseum am Salzmarkt:
Salzmarkt 5
15749 Mittenwalde
Telefon: 033764 / 22270
Telefax: 033764 / 783173
www.salzmarkt5.de


Paul Gerhardt ist Ehrenbürger der Stadt Mittenwalde

Paul Gerhardt (geboren am 12.03.1607) gilt als einer der größten und bekanntesten evangelischer Kirchenlieddichter und schrieb rund 140 deutsche Lieder und Gedichte. Im Jahr 1651 wurde Paul Gerhardt Probst (1. Pfarrer) und Inspektor (Superintendent) der St. Moritz Kirche in Mittenwalde. Er kam in, eine durch den 30jährigen Krieg zerstörte Stadt – dies hinderte ihn jedoch nicht seine bedeutendsten Werke in Mittenwalde zu schreiben. 

Wer sich ausführlich über das Leben und Wirken Paul-Gerhardts informieren möchte, dem empfehlen wir einen Besuch in unserem Heimatmuseum am Salzmarkt Mittenwalde.


Heimatverein Töpchin
Waldecker Straße 37
15749 Mittenwalde / Töpchin
Telefon: 033769 / 40212
E-Mail: post@heimatverein-toepchin.de 
Homepage: www.heimatverein-toepchin.de 


Die Sage zur Entstehung der Seen

Einer Sage nach prägte ein Teufel das Landschaftsbild in der Mark Brandenburg...

Mit seinem Pflug und sein alten Ochse, pflügte der Teufel das Land um. Dabei entstand auch der Krumme See in Schenkendorf-Krummensee. Doch am schlimmsten trieb es den Teufel im Spreewald.

Er schändete seinen alten Ochsen zu Tode und band daraufhin seine  eigene Großmutter vor den Pflug und schlug auf sie ein, wenn die alte Dame zu langsam lief. Die erzürnte Oma rannte mit dem Pflug kreuz und quer durch den Wald, wobei sie Fließe in den Boden pflügte - die heute bekannt sind als Spree. Der Teufel hatte Schwierigkeiten die alte Dame zum Stehen zu bringen. Schlussendlich gelang ihm der Halt erst kurz nach Teupitz. Er wünschte sich eine Verschnaufpause, doch diese wollte ihm seine Großmutter nicht gewähren und zog eine weitere tiefe Furche vorbei an Töpchin und Motzen. Hier nun entstand ein langer See, mit großem Fischreichtum.

Umtrunk und Zoff mit dem Fischer...

Am See traf sich der Teufel mit einem Fischer. Die zwei tranken viel zu viel Bier und Wein, stritten und zankten und schließlich kam es zu einer Prügelei bis in die frühen Morgenstunden. Wut entbrannt rannte der Teufel zurück in seine Hölle und hegte Rachegedanken. Der Teufel kratzte in Töpchin den Ton aus der Erde und warf ihn mit voller Wucht in den langen See. Diese Stellen sind bis heute noch gut zu erkennen, denn es ist der Borstelsteg sowie die heutige Straßenüberführung an der Motzener Mühle. Der Teufel wollte den Fischer eine große Not bescheren und damit erreichen, dass das Wasser angestaut wird und der Motzener See austrocknet. Die großen Löcher rings um Töpchin kann ein jeder noch heute bewundern, denn es sind die gleichen Gruben aus denen die Ziegler ihren Ton für die Herstellung der Ziegelsteine gefördert haben. Des Teufels Oma war darüber sehr erzürnt, doch rückgängig konnte sie das Werk des Teufels nicht mehr machen. Sie gab ihr Bestes und kratzte vorsichtig in der Erde, um den Ton durchlässig zu machen. Dabei bildeten sich nach und nach kleine Bäche und wir können uns heute über drei wunderschöne Seen erfreuen: den "Oberen Töpchiner See", den "Unteren Töpchiner See" sowie den "Motzener See". (Erzählt vom damaligen Ortschronisten Siegfried Hannig, Töpchin) Mehr zur Schönheit dieses Naturschutzgebietes erfahren Sie hier.


Heimatverein Motzen e.V.
Am Heukenberg 1b
15749 Mittenwalde
Telefon: 033769 / 20900
E-Mail: juergen.bonnes1@freenet.de 


Industrieentwicklung

Die erste Industrialisierung um den Motzener See erfolgte durch die Ziegelindustrie beginnend um ca. 1850 bis zu Beginn des ersten Weltkrieges. Entscheidend für die Ansiedlung der Ziegeleien  war auch der bestehenden Transportweg  auf dem Motzener See und die 1863 fertiggestellte Anbindung an Berlin durch den Galluner Kanal. Im Zuge der ersten Industrialisierung durch die Ziegelproduktion stieg die Bevölkerungsanzahl beispielsweise in Motzen von 267 Einwohnern im Jahr 1858 auf 720 Einwohner im Jahre 1895. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Orte Motzen und Töpchin war die Fertigstellung der Eisenbahnstrecke von Mittenwalde bis nach Töpchin im Jahr 1894. Damit bestand eine regelmäßige Anbindung nach Königs Wusterhausen. So ist u.a. bekannt, dass im Jahr 1899 täglich ca. 30 Waggonladungen mit Ziegeln per Bahn nach Königs Wusterhausen und dann weiter nach Berlin transportiert wurden. Auf dem Rücktransport wurden die Waggons mit Müll beladen, der in der Umgebung von Motzen deponiert wurde und eine weitere Einnahmequelle für die Ziegeleibesitzer darstellte.

Im Jahr 1903 wurde die Eisenbahnlinie der Kleinbahn von Neukölln nach Mittenwalde-Nord fertiggestellt und später im Jahr 1936 erfolgte eine Verbindung zwischen den Bahnhöfen Mittenwalde-Nord und Mittenwalde-Ost, sodass der Fußmarsch der Fahrgäste zwischen den Bahnhöfen entfiel. Die bestehende Infrastruktur, besonders die Bahnanbindung, bewog den Industriellen Hermann Bucholz 1931 seinen Betrieb von Berlin nach Motzen zu verlagern. Damit wurde Motzen ein bekannter Standort für die Produktion von Kunststoffteilen. Heute baut die Motzener Kunststoff- und Gummiverarbeitungs GmbH auf diese Tradition auf und ist der größte Arbeitsgeber im Ort. Weitere nennenswerte industrielle Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen oder landwirtschaftliche Betriebe sind in Motzen nicht existent. (Erzählt von Jürgen Bonnes, Vorsitzener Heimatverein Motzen e.V.)

Stadt Mittenwalde

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Karl-Marx-Straße 1
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