Wissenswertes

Wussten Sie schon, dass unsere kleine Stadt über viele Besonderheiten, geschichtsträchtige Ereignisse und bekannte Persönlichkeiten berichten kann? Sie werden überrascht sein, was für interessante aber auch überregional bedeutsame Fakten wir über unsere Stadt zusammentragen können.


Wussten Sie schon dass, der Turm der St.-Moritz-Kirche

… mit einer Höhe von 67 m Brandenburgs höchster begehbarer Kirchturm ist. Nach 190 Stufen werden Gäste mit einem wundervollen Ausblick belohnt. Die Backstein-Hallenkirche ist aber auch für seinen aus prominenten Pfarrer und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt (1607 – 1676) überregional bekannt. 


Wussten Sie schon, dass Paul Gerhardt

... der berühmte Kirchenlieddichter in der St.-Moritz Kirche Mittenwalde wirkte und auch in Mittenwalde gelebt hatte. Paul Gerhardt wurde am 12. März 1607 in Gräfenhainchen geboren. Ihn zog es zunächst nach Berlin, doch 1651 verließ er die Stadt und trat sein Amt als Probst (1. Pfarrer) in Mittenwalde an und lebte mit seiner Frau bis 1657 in Mittenwalde. Am 27. Mai 1676 verstarb er im Alter von 69 Jahren in Lübben. Ihm zu Ehren wurde an seinem 300. Geburtstag (1907) das Paul-Gerhardt-Haus in Mittenwalde errichtet, welches von 1908-1992 als Krankenhaus diente und danach der Verwaltungssitz der Stadt wurde. Im Juli 2001 weihte man feierlich eine in Bronze gegossene Paul-Gerhardt-Statue im Kirchgarten der St.-Moritz Kirche ein. Mehr zu seiner Person erfahren Sie im Heimatmuseum am Salzmarkt 5.


Wussten Sie schon, dass der Nottekanal

... ein technisches Denkmal ist, denn dieser entstand um 1568 als erste vom Menschen schiffbar gemachte Wasserstraße in der Mark Brandenburg noch vor dem Finowkanal. Da sich um ca. 1850 Ziegeleien in Motzen und Töpchin ansiedelten, verschiffte man den Ton und die Ziegel über den Transportweg Motzener See, Galluner Kanal und Nottekanal. Zwei ausgeschilderte Ziegelei-Wanderwege in Motzen und ein eigenes Heimatmuseum im Haus des Gastes Motzen berichten über diese besondere Geschichtsepoche.  


Wussten Sie schon, dass sich zwei Naturschutzgebiete

... mit einer seltenen Flora und Fauna im Stadtgebiet befinden: die Töpchiner Seen und das Sutschketal. Die Töpchiner Seen umfassen ein Gebiet von 375 Hekar. Dort entdeckte sogar die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg eine botanische Sensation: den wohl größten Bestand des Echten Sumpfmooses im Land Brandenburg. Dieses ist vom Aussterben bedroht. Ebenso wertvoll ist das ca. 63 Hektar große Sutschketal in Schenkendorf-Krummensee. Auf dem Talgrund befinden sich Feuchtwiesen, Erlenwälder und Moore. An den sandigen Talhängen wachsen zudem trockene Eichenwälder. Hier sind noch Reste der seltenen Trockenrasen erhalten geblieben. Entlang beider Naturschutzgebiete verlaufen gut ausgeschilderte Wanderwege


Wussten Sie schon, dass Wasserbüffel

... die Landschaftspflege im Naturschutzgebiet "Töpchiner Seen" unterstützen. Die Rinder und Wasserbüffel der Biofarm Jack Henry in Töpchin beweiden die seltenen Sandtrockenrasen und kalkreichen Niedermoore. Die genügsamen Tiere fressen gern Schilf und verschaffen der kleinwüchsigen Moorvegetation mehr Licht und Luft. 


Wussten Sie schon, dass die AG "Rixdorf-Mittenwalder-Eisenbahn"

... 1899 gegründet wurde. Von 1900-1951 betrieb die Aktiengesellschaft die Strecke Neukölln (früher Rixdorf) bis Mittenwalde für den Personen- und Güterverkehr. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte eine Streckenverlängerung über Telz bis zum Schöneicher Plan.


Wussten Sie schon, dass der Spielmannszug Mittenwalde

... jährlich sein Können bei den Landesmeisterschaften der Turner-Musiker unter Beweis stellt und stets die vorderen Plätze belegt. Der Mittenwalder Spielmannszug wurde 1926 gegründet. Mittlerweile ist er auf über 100 Mitglieder angewachsen und zählt zu den größten Spielmannszügen in Deutschland. 


Wussten Sie schon, dass die Mutter des "Mitropa"-Kännchen

Margarete Jahny eine der wichtigsten Gestalterinnen der DDR war und in Mittenwalde geboren wurde. 1916 wurde die Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen AG (Mitropa) gegründet. Sie war eine der größten Betriebe in der DDR. Jahrelang servierte man Gäste Getränke und Speisen auf dem bekannten Mitropa-Geschirr. Heute sind diese Schätze noch in einigen DDR-Museen zu entdecken.


Wussten Sie schon, dass der Schützenverein Gallun

... aus dem Landwehrverein hervorgegangen ist. Das waren Kameradschaften von Veteranen, Offizieren und Reservisten. Wer im Heer oder der Marine gedient, den Fahneneid geleistet und nie im Zuchthaus gesessen hatte, konnte dem Verein beitreten. Ein Ehrendenkmal der gefallenen Kameraden aus beiden Weltkriegen befindet sich im Ortskern - gegenüber der Feuerwehr. Das traditionelle Schützenfest im Sommer stattfindet und dieses schon seit 1896 durchgeführt wird. Noch heute existiert eine Medaille, die dem damaligen Schützenkönig verliehen wurde – die Königsplakette.


Wussten Sie schon, dass die Ziegeleiindustrie

... das Bild unserer Landschaft prägte. 1840 wurde die erste Ziegelei in der „Springbleiche“ in Töpchin geöffnet und mehr als 10 weitere Ziegeleien folgten. Somit galt Töpchin als einer der größten Ziegelei-Standorte der Region. Um ca. 1850 siedelten auch Ziegeleien in Motzen an. Ton und Ziegel verschiffte man über den Transportweg Motzener See, Galluner Kanal und Nottekanal. Zwei ausgeschilderte Ziegelei-Wanderwege und ein Heimatmuseum im Haus des Gastes Motzen berichten über diese besondere Geschichtsepoche.


Wussten Sie schon, dass das Kunststoffspritzgußverfahren

... erstmals in Motzen angewandt wurde. Die Motzener Kunststoff- und Gummiverarbeitung GmbH ist noch heute im Ort ansässig und der größte Arbeitgeber Motzens. Das Verfahren selbst wurde über die Jahrzehnte beibehalten und hat viele technologischen Varianten durchlebt.


Wussten Sie schon, dass der Motzener See

... die Wiegestätte der Freikörperkultur ist und zu einem der saubersten und ruhigsten Badeseen Brandenburgs gehört. Der Motzener See ist zweigeteilt. Durch den See verläuft die Gemarkungsgrenze. So dass der See zur Hälfte der Stadt Mittenwalde und zur Hälfte der Stadt Zossen (Landkreis Teltow-Fläming) gehört. Er ist ca. 202 Hektar groß ist. Die maximale Tiefe beträgt 16 Meter. Der See ist in seiner Nord-Süd-Ausdehnung 4,2 km lang und 1,2 km breit ist. In der Mitte des Sees gibt es eine inselartige Untiefe, die in Abhängigkeit vom Wasserstand an der flachsten Stelle nur 80 cm tief sein kann.Der Zufluss zum See befindet sich im Süden über die Töpchiner Seen. Der Abfluss erfolgt über den Galluner Kanal in Richtung Nottekanal. Beide Kanäle können sogar mit Motorbooten befahren werden. 


Wussten Sie schon, dass sich ein renommierter Golfplatz

... in Motzen befindet. Der Golfplatz mit einem 18-Loch-Meisterschaftsplatz und einer 9-Loch-Anlage erstreckt sich über ein großzügiges Gelände von rund 110 Hektar.  


Wussten Sie schon, dass Schloss Dracula

... welches sich in Schenkendorf befindet, ein Schloss im Stil einer italienischen Renaissance-Villa ist. Es war im Besitz von Ottomar Rodolphe Vlad Dracula Prinz Kretzulesco - bürgerlich Ottomar Berbig. Heute jedoch ist das Schloss nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Es steht unter Denkmalschutz und befindet sich im Besitz eines privaten Investors.


Wussten Sie schon, dass die Brusendorfer Feldsteinkirche

... Anfang des 14. Jahrhunderts von Einwohnern errichtet wurde. 1871 ließ die Kirchgemeinde den sakralen Bau restaurieren. Dabei wurden die Fenster vergrößert und der Kirchturm abgerissen. 


Wussten Sie schon, dass sich die großen Rieselfelder

... über 620 Hektar entlang der Ortsteile Ragow, Boddinsfelde bis nach Deutsch Wusterhausen erstrecken und seit über 100 Jahren das Landschaftsbild prägen. Bis 1999 gehörten die Rieselfelder zum Landschaftsschutzgebiet „Notte-Niederung“. Über 60 Brutvogelarten sind hier anzutreffen. Über 35 Brutvögel stehen davon auf der "Roten Liste der gefährdeten Arten" des Landes Brandenburg. Hier brütet zum Beispiel der vom Aussterben bedrohte Wachtelkönig (ein Bodenbrüter). Er fliegt im Winter nach Afrika und kehrt dann zur Brutzeit dorthin zurück, wo er selbst aus dem Ei geschlüpft ist.  Ein Spaziergang entlang der Rieselfelder lohnt sich besonders. Heute engagiert sich der Naturschutzbund für die Erhaltung dieses Gebietes. 


Wussten Sie schon, dass das älteste Einsatzfahrzeug

... der Freiwilligen Feuerwehr Mittenwalde das Löschfahrzeug LF10 von 1927 ist. Auch wenn eine technische Überholung notwendig wäre, befindet sich dieses Fahrzeug immer noch in einem einsatzbereiten Zustand. Zudem befindet sich noch eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1889/1890 im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr. Eine Restauration erfolgte dank der Einsatzbereitschaft der Kameraden im Jahr 2010. Rund 1500 Arbeitsstunden waren hierfür notwendig.


Wussten Sie schon, dass sich im denkmalgeschützten Paul-Gerhardt-Haus

... der Verwaltungssitz der Stadt Mittenwalde befindet. Von 1908 - 1992 diente das Gebäude als Krankenhaus. Der Bau des Krankenhauses begann am 12. März 1907 zum Gedächtnis an den berühmten evangelischen Kirchenlieddichter Paul Gerhardt, zu dessen 300. Geburtstag. Das Krankenhaus wurde in Anlehnung an den Stil der mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt entworfen. Initiator für den Bau des Krankenhauses war der Landrat Ernst von Stubenrauch. 

Aus Dankbarkeit wurde er 1907 zum Ehrenbürger Mittenwaldes ernannt. Das Krankenhaus wurde 1951 eine Außenstelle vom Krankenhaus Königs Wusterhausen. 1963 entschloss man sich das Mittenwalder Krankenhaus in eine Dermatologische Poliklinik umzuwandeln. Aufgrund der schlechten Auslastung wurde das Krankenhaus kurz nach der Wende geschlossen. Mit der Bildung des Amtes Mittenwalde im Jahr 1992 fiel die Entscheidung das Krankenhaus als Sitz der Amtsverwaltung zu nutzen. Vorher wurde das Gebäude restauriert und saniert. Der Umzug erfolgte dann 1993. 


Wussten Sie schon, das sich zwei besondere Medaillons

... an der Außenfassade des Paul-Gerhardt-Hauses befinden. Rechts können Sie einen Pelikan als Sinnbild für die Opferbereitschaft sehen und links eine Schlange und ein Becher als Sinnbild für die Heilkunst.


Wussten Sie schon, dass ein verheerendes Feuer

... Telz 1841 zerstörte. Aber wie durch ein Wunder das alte Spritzenhaus der Feuerwehr unzerstört blieb. Telz gehörte übrigens zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Nennung zum Amt Zossen und vor 1490 zur Herrschaft Zossen. Seit Oktober 2003 gehört der Ort Telz zur Stadt Mittenwalde.


Wussten Sie schon, dass die Dorfkirche Ragow

... unter Denkmalschutz steht und diese seit 1710 den Namen Paul-Gerhardt-Kirche trägt. Denn benannt wurde die Kirche nach dem, in Mittenwalde lebenden, Kirchenlieddichter Paul Gerhardt. Wahrscheinlich predigte Paul Gerhardt von 1651 bis 1657 auch in der Ragower Kirche. Die darin befindliche „Sauer-Orgel“ und der verzierte Kanzelaltar bilden das Herzstück der Kirche. In der kleinen benachbarten Heimatstube finden Gäste vielerlei Exponaten zu Ragows Geschichte. 


Wussten Sie schon, dass der Bergbau

... Schenkendorf prägte. Schachtanlagen und eine Brikettfabrik wurden im 19. Jahrhundert errichtet. Die bis zu 66 m hohen Schornsteine waren damals das Wahrzeichen des „Grube Centrums“. Mit dem Abriss der Braunkohleanlagen verließen viele Arbeiter Schenkendorf, andere wiederum fanden Arbeit in Wildau. Die Schächte wurden im Nachgang wieder mit Wasser gefüllt, der Grundwasserspiegel stieg und der Krumme See im Ortsteil Krummensee nahm wieder sein ursprüngliches Bett ein. 

Touristinformation der Stadt Mittenwalde

Haus des Gastes Motzen
Karl-Marx-Straße 1
15749 Mittenwalde / Motzen
Telefon: 033769 / 20621

E-Mail: tourismus@mittenwalde.de

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