Freiherr von Loeben

Johann Friedrich Freiherr von Loeben wurde am 27. Februar 1595 geboren. 
In seiner Jugend war er auf Studienreisen in Europa unterwegs, bevor er im Alter von 28 Jahren in kursächsische Ämter in der Niederlausitz berufen wurde. Im Jahre 1632 trat er aus den kursächsischen Diensten in die Dienste des brandenburgischen Kurfürsten Georg Wilhelm über. 
Der betraute ihn während des Dreißigjährigen Krieges mit etlichen Gesandtschaften unter anderem nach Regensburg, Nürnberg und Wien. 

1642 empfing er vom Kaiser Ferdinand III. im Namen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm das brandenburgische Reichslehen und wurde aus diesem Anlass in den Reichsfreiherrenstand erhoben und vom Kurfürsten der Mark Brandenburg zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt.

 

Bei den  Verhandlungen zum Westfälischen Frieden, die zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1648 führten, erwarb sich Johann Friedrich Freiherr von Loeben als Unterhändler des Kurfürsten von Brandenburg große Verdienste. Sie wurden kurfürstlich belohnt, weil sie den Fortbestand des protestantischen Kurfürstentums Brandenburg gesichert hatten.

1651 wurde er in Sonnenburg, dem heutigen Słońsk in der Woiwodschaft Lebus, zum Ritter des Johanniterordens - dem protestantischen Zweig des Souveränen Malteserordens - geschlagen. Im Jahr 1657 kaufte Freiherr von Loeben das Gut Schenkendorf und förderte die hiesige Landwirtschaft. Den beiden letzten von einst sechs ansässigen Hüfnern, die die Plünderungen des Dreißigjährigen Krieges überstanden hatten, stellte er Nutztiere und Saatgut für den Neuanfang zur Verfügung.

1660 verpflichtete Johann Friedrich Freiherr von Loeben den Küster von Schenkendorf: "... die Kinder der Bauern während der Wintermonate in seiner Wohnung zu sammeln, sie zur Gottesfurcht zu erziehen, den Katechismus Luthers zu lehren und auch etwas lesen, schreiben und rechnen beizubringen." Damit herrschte die Schulpflicht in Schenkendorf schon 100 Jahre vor dem 1763 in ganz Preußen eingeführten Land-Schul-Reglement.

Als ein bedeutender Brandenburger der frühen Neuzeit starb er am 16. Mai 1667. 

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