Noch bis zum 1. Juni 2022 können sich die Einwohner*innen der Stadt Mittenwalde in einer Online-Umfrage auf www.mittenwalde.de/umfrage zur gewünschten Entwicklung ihres Ortes und der Stadt äußern. Auf die bisherige Beteiligung, von knapp 550 Personen, möchte sich die Stadt nicht ausruhen, so Bürgermeisterin Maja Buße. „Ziel ist es in den verbleibenden Tagen, noch mehr Menschen zu bewegen, an der Umfrage teilzunehmen, um ein abschließendes Meinungs- und Stimmungsbild aus der Bürgerschaft ableiten zu können und die Stadtentwicklung für die nächsten 15 Jahre bürgernah zu gestalten.“ Es gibt neben der Online-Beteiligung auch die Möglichkeit der Mitnahme des Fragebogens in Papierform. Der Fragebogen ist erhältlich im Rathaus Mittenwalde, in der Stadt-Apotheke Mittenwalde und im Haus des Gastes Motzen. Die Fragebögen können in den genannten Ausgabestellen bis zum 01. Juni 2022 wieder zurückgegeben werden.
Am vergangenen Dienstag, 17.05.2022 stellte das beauftragte Leipziger Planungsbüro IuImIsI STADTSTRATEGIEN die Zwischenergebnisse der Online-Umfrage vor. Schon jetzt lassen sich klare und auch erfreuliche Tendenzen erkennen. So gaben 90 % der Befragten an, sich in ihrem Ortsteil wohlzufühlen und beinahe ebenso viele Personen würden ihrem besten Freund*in einen Umzug nach Mittenwalde empfehlen. Dementgegen stehen aber auch kritische Meinungen in puncto ärztliche Versorgung, Gastronomie, Fahrrad- und Gehwege sowie Freizeitangebote in der Stadt. Besonders jüngere Menschen sind im Hinblick auf lokale Treffpunkte wie Jugendclubs oder Outdoor-Anlagen unzufrieden mit den städtischen Angeboten. Forderungen nach „frei zugänglichen Sportanlagen, Fußball- und Kletterangeboten“, „Konzerten für Jugendliche“ und „Cafés und Restaurants“ wurden geäußert.
Seit einiger Zeit beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung auch mit der Frage, wie man das Ehrenamt stärken und Menschen, vor allem auch Zugezogene, dazu bewegen kann, sich aktiv ins Stadtleben einzubringen. Folglich stellt die Stadt auch die Fragen zur lokalen Vereinstätigkeit und zur Zufriedenheit. Die Ergebnisse sind in diesem Punkt gegenwärtig ausgeglichen. 45 % der Befragten gaben an bereits in einem Verein tätig zu sein, während 44 % noch keiner Vereinstätigkeit nachgehen. Weitere 11 % können sich vorstellen einem Verein beizutreten. Interesse besteht vor allem an den sozialen Vereinstätigkeiten im Bereich Kinder- und Jugendsport, Freiwillige Feuerwehr, Integration und Inklusion aber auch im Naturschutz. Mit Blick auf die Zukunft der Stadt möchten die Mitglieder Lösungen und Anreize finden, um das Ehrenamt zu stärken und Vereinsangebote zu fördern.
Zu einem weiteren wichtigen Themenfeld gehört im ländlichen Raum auch die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs. Ein besonderes Augenmerk wird unter anderem auf die Anbindungen und Taktungen in Richtung des benachbarten Landkreises Teltow-Fläming gelegt. Zudem gaben 65 % der Befragten an, dass sie unzufrieden mit der zeitlichen Taktung des ÖPNVs sind, weitere 40 % empfinden die Abfahrtzeiten im ländlichen Raum als ausbaufähig. In Gänze betrachtet würden sogar 61 % auf Ihren PKW verzichten, wenn sich die ÖPNV-Angebote deutlich verbessern. Dabei können sich auch 66 % der Bürger*innen eine Reaktivierung der alten Bahntrasse zwischen Königs Wusterhausen und Zossen für den Personennahverkehr sehr gut vorstellen.
Neben den Themen zur Bedeutung der Landwirtschaft und des Naturschutzes stimmten die Bürger*innen auch für die Entwicklung weitere Gewerbe- und Wohnflächen ab. Im aktuellen Ergebnis liegt die Entwicklung des Handwerkes, des Tourismus und Gastgewerbe sowie des Sektors für Zukunftstechnologie und Handel mit großem Abstand vor dem Autohandel, Industrie- und Logistikgewerbe. Rund 33 Prozent der Befragten, wünschen sich zudem mehr Mietwohnungen und Wohnprojekte in der Stadt. Nachfragen nach bezahlbaren Wohnraum, altersgerechten Wohnungen und Bauland für Familien stehen, nicht überraschend für die Stadt, weit oben auf der Wunschliste.
„Wir sind sehr gespannt, wie die Umfrage ausgeht, nichtsdestotrotz haben wir auch das Ziel gemeinsam mit unseren Bürger*innen, in den weiteren öffentlichen Veranstaltungen und Sitzungen des Stadtentwicklungsausschuss, ins Gespräch zu kommen, so Bürgermeisterin Buße.“
Am 01. Juni 2022, um 18 Uhr lädt die Stadt ihre Einwohner*innen in die Mehrzweckhalle Mittenwalde zur Auftaktveranstaltung „INSEK“ (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) ein. „Gemeinsam wollen wir mit unseren Bürgern die Stärken und Schwächen der Stadt Mittenwalde besprechen, um auch Handlungserfordernisse ableiten zu können. Dabei ist es uns wichtig, dass möglichst viele Bürger*innen aus unseren acht Ortsteilen anwesend sind, denn jeder Ort hat seine Besonderheiten und Entwicklungspotentiale, die wir berücksichtigen müssen.“
In den Orten Brusendorf, Gallun, Motzen, Mittenwalde, Schenkendorf-Krummensee, Ragow und Töpchin wird es zudem im Juni 2022 öffentliche Strategiespiel geben. Gemeinsam werden hier in lockerer Runde Ideen zur zukünftigen Entwicklung des Ortsteils entwickelt.
Termine im Überblick:
- bis 01. Juni 2022: Bürgerumfrage auf www.mittenwalde.de/umfrage
- 01. Juni 2022, ab 18 Uhr Auftaktveranstaltung in der Mehrzweckhalle Mittenwalde
- 25. Juni 2022, ab 10 Uhr Radttour zu den Entwicklungsschwerpunkten, Treffpunkt an der Büffelfarm Mittenwalde
- Juni 2022: Strategiespiele in den Ortsteilen der Stadt Mittenwalde, Veranstalter: Ortsbeiräte
- 01. September 2022, ab 17 Uhr 1. Kreativwerkstatt in der Mehrzweckhalle Mittenwalde, Thementische zu: Wohnen und Demografie, Soziale Infrastruktur, Kultur, Freizeit, Tourismus, Mobilität und Erreichbarkeit
- 08. September 2022, ab 17 Uhr 2. Kreativwerkstatt in der Mehrzweckhalle Mittenwalde, Thementische zu: Wirtschaft und Energie, Landwirtschaft, Landschaft und Ökologie, Technische Infrastruktur, Ordnung und Sicherheit, Verwaltungshandeln, Stadt-Umland-Kooperationen
Informationen zu den kommenden Terminen und dem Projekt finden Interessierte auf der Stadtwebseite: www.mittenwalde.de/insek.
Worum geht es beim INSEK Mittenwalde? Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (kurz INSEK) werden die Grundsätze und Handlungsstrategien zur Stadtentwicklung für die nächsten 15 Jahren festgeschrieben. Dabei werden verschiedene wichtige Themenfelder sowie die realistischen Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Mittenwalde unter Einbeziehung der internen und externen Rahmenbedingungen beleuchtet und mit konkreten Handlungsempfehlungen und Zielstellungen untermauert. Bis zum Frühjahr 2023 sollen mit allen Mittenwalder Bürger*innen und Abgeordneten gemeinsame Ziele für die zukünftige Stadt- und Ortsentwicklung diskutiert und konkrete Maßnahmen für die Erreichung dieser Ziele festgeschrieben werden. Im Fokus stehen dabei vor allem Schwerpunktthemen wie die Entwicklung des Wohnungsangebotes, zukünftige Gewerbeansiedlungen oder die weitere Erschließung und Qualifizierung der Erholungs- und Landschaftsräume.
Pressekontakt:
Bürgermeisterin
Maja Buße
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15749 Mittenwalde
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In Vertretung
Allgemeiner Stellvertretender Bürgermeister
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Rathausstraße 8
15749 Mittenwalde
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