Fortschritte im Wassertourismus-Projekt

Artikel von Tatiana Bohlmann, Sachbearbeiterin Tourismus & Stadtmarketing


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Wassertourismus


Fortschritte im Wassertourismus-Projekt

Im Hinblick auf unser laufendes Wassertourismus-Projekt möchten wir Sie über den aktuellen Stand der durchgeführten Maßnahmen informieren. Nach der erfolgreichen Bauabnahme im November 2023 haben wir eine detaillierte Überprüfung der ökologischen Aspekte durchgeführt. Dabei wurden schützende Baumschutzelemente sorgfältig entfernt, ohne Schäden in der umliegenden Natur zu hinterlassen.

 

Die Elektrobefischung im Motzener Hafen wurde präzise am 28.02.2023 und am 01.03.2023 durchgeführt. Das Team von Firma Team Ferox hat die Fische im Stichkanal behutsam mittels Elektrobefischung sicher in den Motzener See umgesiedelt, wie bereits in unserer Pressemitteilung vom 09.03.2023 beschrieben. Der Eingang zum Stichkanal wurde vorübergehend abgesperrt, um ein erneutes Eindringen der umgesiedelten Fische zu verhindern. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde diese Absperrung im September entfernt, und der Stichkanal steht nun wieder der Fischfauna zur Verfügung. Bei der Entschlammung des Stichkanals wurde stichprobenartig nach Muscheln gesucht, jedoch keine gefunden.

 

Im September erfolgte die Ansaat der bauzeitlich genutzten Flächen mit einer Frischwiese-Mischung namens „Ostdeutsches Tiefland“. Sämtliche Flächen wurden gewissenhaft wiederhergestellt, Unrat und Baustoffe wurden ordnungsgemäß entsorgt.

 

Die Gehölzfällungen im Februar wurden durch die Baufirma Roock fachgerecht umgesetzt, ohne dabei Lebensräume in Form von Höhlen, Spalten oder Nestern zu beeinträchtigen. Als Ausgleich werden im Herbst 2024 drei standortgerechte Laubbäume als Ersatzpflanzungen entlang des Weges zum Hafen gepflanzt.

 

Die Standorte Hafen Motzen und Huschkes Lücke zeigen bereits weit fortgeschrittene Bauarbeiten. An der Badestelle „Huschkes Lücke“ ist der Uferbereich nun komplett fertiggestellt. Der Fahrradstellplatz wurde erfolgreich abgeschlossen, und eine einladende Bank lädt zum Verweilen ein. Die Uferbereiche wurden sorgfältig geebnet und mit ansprechenden Borden versehen.

 

Auch am Hafen Motzen wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Das Ufer wurde durch Holzstämme gestärkt. Entlang des Zauns wurde eine Metallbank installiert. Die Uferböschung wurde gründlich geräumt, und ein Schwimmsteg wurde installiert.

 

Die Entscheidung für einen Schwimmsteg birgt zahlreiche Vorteile. Der Schwimmsteg passt sich flexibel den Wasserstandsschwankungen an, besonders vorteilhaft in Gewässern mit variierendem Pegel. Durch seine nicht am Ufer verankerte Bauweise schont er die Ufervegetation in ökologisch sensiblen Gebieten und ermöglicht Besuchern einen unmittelbaren, bequemen Zugang zum Wasser. Zudem minimiert seine schwimmende Bauweise den Eingriff in den Untergrund und reduziert potenzielle negative Umweltauswirkungen.

 

Zusätzlich wurde ein Treppensteg integriert. Eine Holzsitzgruppe weiter in Richtung See lädt dazu ein, die malerische Aussicht auf den See in vollen Zügen zu genießen und eine Rast einzulegen.

 

Die Ausstattung mit Trockentoiletten, Infotafeln und Mülleimern steht in Kürze an.

 

Das Wassertourismus-Projekt schreitet somit weiterhin erfolgreich voran, stets unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte und nachhaltiger Maßnahmen.

 

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe: „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsinfrastruktur“ – GRW-Infrastruktur“ und aus den Eigenmitteln der Stadt Mittenwalde.
 

Artikel vom 20.02.2024